Trendinterview mit Peter Spycher, Präsident des ILS Schweiz

LOGISTICS AUTOMATION 2023 PHOTO SARA BARTH 8556

Peter Spycher, die ILS zählt mittlerweile 176 Mitgliedsunternehmen, davon 20 Neumitglieder im Jahr 2025 – ein neuer Rekord. Welche Rolle spielt die Intralogistik heutzutage als Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft, insbesondere in Zeiten von Fachkräftemangel, wachsendem Automatisierungsdruck und zunehmendem Einsatz von KI-Anwendungen?

Die Intralogistik gewinnt für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft massiv an Bedeutung. Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren stark in die Optimierung ihrer Supply-Chain investiert, jedoch die internen Material- und Informationsflüsse häufig kaum hinterfragt. Genau hier liegt ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial: Bereits mit vergleichsweise kleinen Investitionen lassen sich deutliche Produktivitätssteigerungen erzielen.

Wenn man bedenkt, dass sich die weltweite Roboterproduktion jährlich verdoppelt, wird sichtbar, wie tiefgreifend die Veränderungen in den nächsten Jahren ausfallen werden. Der Fachkräftemangel ist zwar ein allgegenwärtiges Thema, dennoch sehe ich in vielen Unternehmen zu wenig langfristiges Denken. In zehn Jahren wird unsere Arbeitswelt fundamental anders aussehen – und wir werden nicht nur in der Produktion und Logistik, sondern auch im Dienstleistungssektor in weit höherem Mass automatisieren müssen. Woher all die benötigten Ingenieure und Fachkräfte kommen sollen, ist bislang ungelöst und stellt ein gesellschaftliches Schlüsselproblem dar.

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